Vertrauen ist die Basis guter Zusammenarbeit 

Ein schönes Thema, dies im Rahmen der #28daysofblogging aufzubereiten.

Das Vertrauen im Team, zu den Führungskräften, von den Führungskräften, zum Unternehmen, im Freundeskreis, in der Freizeit, im täglichen Leben  – überall begegnet es uns… und wir merken die Auswirkungen, wenn das Vertrauen da ist und auch wenn es nicht da ist. Oft geben wir auch ein Grund-Vertrauen in Fähigkeiten einer Person, ohne es zu hinterfragen, weil wir diese Fähigkeit der Person zuschreiben…

Oder wie oft haben Sie es hinterfragt, wenn ein Freund oder ein Kollege sagt, „komm steig ins Auto ein, wir fahren gemeinsam dahin“. Zweifeln Sie vorab am Fahrkönnen, welches ja durch einen Führerschein validiert wurde? Wir geben also sehr oft einen Vorschuss an Vertrauen und das ist auch gut so. Jedoch wenn man sich auf einmal in einem Klettergarten tummelt, sieht es bei manchen mit dem Vertrauen ins Material ganz anders aus.

Gesundes Grund-Vertrauen hat also seine Grenzen, es kann nicht einfach so eingefordert werden, sondern es muss wachsen, manchmal auch verschiedene Prüfungen durchlaufen. Es ist das Ergebnis einer intakten Beziehung. Spannend in diesem Zusammenhang ist auch sich selbst zu hinterfragen, wem oder was vertraue ich, wem vertraue ich mehr, wem weniger – und warum.

Ein Vertrauenskonto ist wie ein Bankkonto: Will ich einen funktionierendes Konto haben, kann ich nicht nur abheben, sondern ich muss auch einzahlen. Und bevor ich erstmalig abheben kann, muss ich bereits einmal eingezahlt haben. Ich gehe also in Vorleistung. Will ich ständig ein gut gefülltes Konto haben, muss ich mehr einzahlen, als ich abhebe.

Vertrauen per Definition

Um das Thema zu bearbeiten habe ich natürlich auch nach Definitionen gesucht.

Das Wirtschaftslexikon Gabler sagt zu Vertrauen:

„Vertrauen ist die Erwartung, nicht durch das Handeln anderer benachteiligt zu werden; als solches stellt es die unverzichtbare Grundlage jeder Kooperation dar. Vertrauen wird auch als multidimensionales Konstrukt verstanden, welches Dimensionen wie Kompetenz, Integrität und Wohlwollen umfasst. Man kann zwischen Vertrauen in Personen und Vertrauen in Systeme unterscheiden. In Interaktionssituationen steht Vertrauen stets im Zusammenhang mit Verantwortung; Akteure, denen Vertrauen geschenkt wird, haben die Verantwortung, dieses in ihrem eigenen Interesse zu honorieren.“  (http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/9314/vertrauen-v7.html)

 

Wenn man über Werte spricht finde ich dazu diese Definition: „Vertrauen ist der Glaube daran, dass man sich auf jemanden (oder auch sich selbst = Selbstvertrauen) oder auf etwas verlassen kann. Weiterhin ist Vertrauen das Zutrauen in eine relativ bestimmte bzw. erahnte Zuverlässigkeit, Fähigkeit und/oder Tugendhaftigkeit. Vertrauen gilt als Vorschuss bzgl. der o.a. Erwartungen, welches i.d.R. in seiner Größenordnung von zuvor gemachten Erfahrungen beeinflusst wird.“ (https://www.wertesysteme.de/vertrauen/)

Das Gegenteil von Vertrauen ist Misstrauen und Kontrolle.

Vertrauen ist die Basis der Teamarbeit

Das heisst, Vertrauen ist die Basis der Teamarbeit. Wer einem anderen vertraut, geht davon aus, dass der ihm weder schaden will noch die Gelegenheit dazu nutzen würde. Fehlt das Vertrauen, ist es eine große Hürde als Team erfolgreich sich dem gesetzten Ziel zu nähern.

Es ist ein komplexes Thema, weil Vertrauen auch sehr subjektiv ist, untermauert von dem persönlichen Wertesystem. Manche Menschen können auf Grund ihrer Erfahrungen im Leben schneller vertrauen als andere.

Vertrauen ist also ein gelernter Erfahrungswert, ein ständiges Geben und Nehmen. Vertraue ich jemanden, baue ich darauf, dass ich nicht enttäuscht werde. Wird mein Vertrauen missbraucht, gebe ich das nächste Mal wahrscheinlich weniger Vertrauen. Dennoch hält die Mehrheit von uns glücklicherweise daran fest, meistens einen Vorschuss an Vertrauen zu geben. Wurden wir öfters enttäuscht, schauen wir dann etwas vorsichtiger, ziehen Konsequenzen aus den Erfahrungen, vielleicht speziellen Menschen nicht mehr zu vertrauen.

Das bedeutet, ich möchte mich darauf verlassen können, was ausgemacht wurde. Ich möchte auch wissen, wenn die Erwartung nicht eingehalten werden kann, warum auch immer. Zuverlässigkeit und Transparenz.  Um transparent zu agieren, ist Offenheit im Team gefordert.

Was sind die Auswirkungen bei Vertrauensproblemen im Team 

  • Wenn keine Offenheit im Team herrscht, traue ich mich nicht, Fehler zuzugeben. Das heisst auch, ich scheue davor zurück, Schwäche zu zeigen und mir Hilfe zu holen
  • Ich muss befürchten, was unter 4 Augen gesprochen wurde, in der Runde weitergetratscht wird (vom Team oder auch der Führungskraft)
  • Das Ziel einiger ist Informationsvorsprung, Macht durch Information, deswegen behalte ich Informationen für mich
  • Alles wird kontrolliert, es herrscht kein Vertrauen in die Arbeit einzelner
  • Das heisst, im Unternehmen sind Machtspiele, Konkurrenzdenken und Schuldzuweisungen keine Fremdworte.

Zuverlässigkeit und Transparenz

…sind hier wichtige Werte

Zuverlässigkeit heisst, jemand sagt etwas zu und hält dies auch ein. Das erfordert auch Kompetenz für die Umsetzung der Zusage als auch die Verantwortung dafür.

Jedoch auch hier muss man verschiedene Ebenen betrachten.

Das Team braucht einen Sinn und Ziel, um vertrauensvoll zu arbeiten und seine Aufgabe umzusetzen. Es kann dazu aber auch zu unterschiedlichen Vertrauensebenen im Team kommen, es kann zb sein, dass ich jemanden im Team auf persönlicher Ebene vertraue (Beziehungsebene), ihm aber fachlich nicht viel zutraue und anders herum (Sachebene/Kompetenz)

Im Team ist es jedoch wichtig, dass alle Bereiche ausgeglichen sind. Ist ein Team sehr stark fachlich orientiert, leidet manchmal die Beziehungsebene und damit auch die Toleranz und Wertschätzung.

Insbesondere beim Thema Vertrauen ist die Führungskraft gefragt. Es werden alle Veränderungen in Richtung New Work, wenn die Führungskraft dem Teammitgliedern nicht vertraut, sondern mehr kontrolliert z.B. beim Thema Homeoffice, wenn die Anwesenheitsorientierung doch noch stärker ist als die Ergebnisorientierung und wenn Werte und Leitlinien einfach übergestülpt werden, anstelle die Menschen mit einzubeziehen.

Was kann getan werden, Vertrauen aufzubauen?

Was kann nun getan werden, dass ein Team sich so vertraut, dass eine Offenheit und positive Fehlerkultur im Team herrscht, dass z.B. Feedback gegeben werden kann, dass Fehler zugegeben werden könne, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist, dass Fehler je früher sie bekannt werden wesentlich besser korrigiert werden können, dass Vertrauen in die Arbeit des anderen herrscht.

Man muss dafür offen sein, jeder muss etwas von sich preisgeben, jeder die Stärken des anderen kennen und wertschätzen. Um das zu erreichen müssen Selbst- und Fremdbild auf Ich- und Wir-Ebene in Einklang gebracht werden. Es setzt voraus, dass es keine Bewertung von Stärken gibt in dem Sinne, dass die eine höher angesehen ist als die andere. Wirksame Teamentwicklung heißt auch, Klarheit und Eindeutigkeit von Regeln. Und einer offenen Reflexion im Team

 

Um Vertrauen zu bilden sind folgende Grundregeln und Verhaltensweisen zu beachten

  • offene transparente und angstfreie Kommunikation
  • Erwartungen klären
  • authentisch sein und kongruent handeln
  • ehrlich besonders im Umgang mit eigenen Fehlern sein
  • Geben sie Zeit, das Vertrauensband zu festigen
  • Eigenverantwortliches Handeln
  • Teilen von Wissen und Informationen

 

Wie der Vertrauensaufbau mit erfahrungsorientierten Aufgaben beschleunigt werden kann und welche Aufgaben sich dafür eignen, lesen Sie im nächsten Beitrag.

Gerne begleite ich Sie auf dem Weg zu mehr Vertrauen, rufen Sie mich an, ich berate Sie gerne.

 

 

Das ist ein Beitrag für #28daysofblogging

Im Rahmen dieser Challenge habe ich bereits folgende Beiträge veröffentlicht:

Zur Blog-Übersicht klicke hier

Tag 1 Intro zu der Challenge

Tag 2 Meine Top 3 Team Aktionen im Winter – Teil 1 Iglu-Bau

Tag 3 Meine Top 3 Team Aktionen im Winter – Teil 2 Eisskulpturen

Tag 4 Meine Top 3 Team Aktionen im Winter – Teil 3 Schneeschuhwandern

Tag 5 BarCamp Hallo Zukunft – Frauen in der Wirtschaft 4.0 – mein Erfahrungsbericht

Tag 6 ein Übungstipp für Seminare – das Systemische Dreieck

Tag 7 Die Pomodoro-Technik – Ein Tipp für das Zeitmanagement

Tag 8 Glück entsteht … – eine Gehmeditation in der Natur

Tag 9 Impressionen an Tag 9

Tag 10 Teamentwicklung outdoor – mehr als nur ein Event

Tag 11 Übungstipp: das Lügen-Wappen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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