Digitale Transformation – Wird der Mensch überflüssig? Nein, im Gegenteil. Gerade im Wandel ist es wichtig, das Führungskräfte und ihre Mitarbeiter ein gutes Team bilden.

Gerade las ich einen Artikel, der die Worte Digitalisierung und Digitale Transformation so hin und her jongliert und so einsetzt, dass man meint, das ist das Gleiche. Und wie oft geht es uns so, dass wir diese Begrifflichkeiten zwar hören und auch abnicken, aber nicht wirklich differenzieren. Mag sein, dass viele meinen „betrifft mich nicht“, dennoch möchte ich versuchen, etwa Licht ins Dunkel zu bringen.

Megatrend

Offensichtlich befinden wir uns in einem gesamtgesellschaftlichen Wandel und man kann hier von einem Megatrend sprechen. Das betrifft nicht nur Deutschland, sondern global ist dieser Megatrend zu verzeichnen. Bei Megatrends handelt sich um langfristige Entwicklungen, die für alle Bereiche von Gesellschaft und Wirtschaft prägend sind. Ein Megatrend beeinflusst unser gesellschaftliches Weltbild, er beeinflusst unsere Werte und unser Denken. Dabei ist es eine nicht endgültig diskutierte Fragestellung, ob ein Megatrend einen Wert verändern kann oder ob ein Wertewandel einen Megatrend initiiert.

Digitalisierung

Gut – also auf der einen Seite haben wir die Digitalisierung. Um diese kommen wir alle nicht drum herum, sonst würdest du das hier gerade nicht lesen (können). Wir fast alle haben ein Smartphone, mit dem machen wir Fotos, kommunizieren, schauen nach dem Wetter, lassen uns den Weg zeigen, hören Musik, spielen, informieren uns, und viel mehr. Digitalisierung ist wirklich das Digitalisieren von Prozessen, Dinge, die vorher manuell gemacht wurden, wofür es jetzt Apps und sonstige Programme gibt. Dazu gehört auch das Internet der Dinge, welches viele Gegenstände in unserem Haushalt vernetzen kann/soll, dass wir über unser Smartphone die Heizung und Haustür steuern können oder wissen, welche Dinge in unserem Kühlschrank ausgegangen sind, ein Einkaufszettel daraus generiert wird, der dann auch mit Familienmitgliedern geteilt werden kann. Zur Digitalisierung gehört auch das Feld der Künstlichen Intelligenz, die immer weiter entwickelt wird.

Das entwickelt sich über alle Bereiche des Lebens, unser Privatleben, wie die obigen Beispiele zeigen und in den letzten Jahren schon massiv das Kommunikationsverhalten verändert hat,  die Schulen, die immer früher digitale Medien einsetzen, die Informationsbeschaffung, die über das Internet läuft, Krankenhäuser, die keine physischen Patientenmappen mehr haben, Unternehmen, die Programme einsetzen in der Buchhaltung, der Erstellung von Webseiten, Unternehmen, die ganze Arbeitsabläufe digitalisieren, wie Bandarbeit bei der Autoherstellung oder Weiterbildungen, die Online stattfinden und viel mehr.

Das heisst aber nicht, dass der Mensch ersetzt wird, die Jobs werden nur anders. Die Menschen bekommen andere Aufgaben, wie die Betreuung und Steuerung und Weiterentwicklung der ganzen Programme, Maschinen etc. Das heißt auch, dass der Mensch ein ganz wesentlicher Faktor in dem Megatrend ist.

Die ganze Digitalisierung bedeutet aber auch, dass man zunehmend ortsunabhängiger wird solang man einen Internetanschluss hat zum arbeiten.

Es bedeutet aber auch die Gefahr des zunehmenden Informationsüberflusses und der ständigen Erreichbarkeit. Auf so vielen Kanälen wird man kontaktiert und informiert und das rund um die Uhr.

Digitale Transformation und die Auswirkungen für Unternehmen

Und hier kommt der Schulterschluss zur Digitalen Transformation. Das ist nämlich die Digitalisierung und der damit einher gehende Kulturwandel in der Gesellschaft und in Unternehmen.

Unternehmen werden sich wandeln müssen. Antworten wie „für solche Modetrends ist unser Unternehmen nicht geschaffen, wir haben keine Zeit für Transformationen“ wird den Unternehmen auf die Füsse fallen.

Es wird sich eine neue Führungskultur entwickeln müssen. Weg von einer Führung, die auf Macht und Kontrolle beruht, die darauf ausgerichtet ist, dass man selbst als Person oder als Führungskraft vor anderen nur gut da stehen will und die gemeinsames Lernen behindert.

Die Führungskultur und damit auch das Unternehmen wird sich bewegen müssen hin zu Lerngemeinschaften, bei denen man frühzeitig aus Fehlern lernt, ohne den anderen bloß zustellen, hin zu Synergien, zu selbstorganisierten Abläufen und Teams, eine Führung die schnelle Entwicklung fördert und nicht behindert und langfristig auf win-win Situationen aus ist. Win für den Mitarbeiter, dass er einen Sinn in seiner Arbeit sieht. Win für das Unternehmen, die Mitarbeiter durch Sinn und Motivation zu binden und dadurch auch die Wertschöpfung zu steigern. Dafür sind sinnstiftende Visionen und Werte unerlässlich. Am wichtigsten ist, die Mitarbeiter nicht zu vergessen, nicht vergessen sie mit einzubeziehen, sonst wissen sie vielleicht nicht, wohin die Reise gehen sollen, fühlen sich verunsichert und wollen den Wandel so nicht mitgehen. Was nützt es Shared Desks einzuführen, wenn der Mitarbeiter damit das Gefühl bekommt, er/sie sei überflüssig und bald seinen Job los – und alles nur weil man die Menschen auf den Weg nicht mitgenommen hat.

Die Führungskraft von morgen oder sogar schon von heute sollte eine coachende Grundhaltung einbringen, Coach und Sparringspartner sein und nicht der Boss. Und die Führungskräftemannschaft muss in Unternehmen als Vorbild vorangehen, zeigen dass auch sie Lerngemeinschaften bilden und nicht die Ellbogen ausfahren, zeigen, dass man Fehler machen darf und zugeben solang man dies frühzeitig tut und auch daraus lernt. Eine Führungsmannschaft, denen das Ergebnis und nicht die ständige Anwesenheit und Verfügbarkeit wichtig ist und die es ermöglicht, auch virtuelle Teams zu führen. Wohlgemerkt ermöglicht und nicht erzwingt. Auch für virtuelle Teams ist es wichtig, dass die Zusammenarbeit gut läuft, besonders wenn sie sich selbst organisieren und nicht so oft sehen. Es sind eben andere Wege der Zusammenarbeit, die auch fixe Formate und Zeiten des Austausches benötigen.

Gerald Hüther sagte bereits sinngemäß: Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei. nur in der Gemeinschaft entwickeln wir unser volles Potential

Jeder muss einen Schritt machen, damit sich ein System bewegt, das sind sicherlich für jeden individuelle und unterschiedlich große Schritte, je nach persönlichen Bedürfnissen.

Ein wichtiger Part in der ganzen Digitalen Transformation spielen die verschiedenen Generationen, hier insbesondere die Generation Y. Doch darauf komme ich morgen zu sprechen.

Und auch hier stellt sich final die große Frage, die dem Blogbeitrag vorgestern voranging: Wie wollen wir in Zukunft miteinander arbeiten? 

 

Gerne berate und begleite ich Ihre Führungskräfte mit ihren Teams, sie zu entwickeln und befähigen, dass diese in der komplexen Welt auch die Menschen in ihren Teams mitnehmen und fördern und so Innovationen möglich machen.

 

 

Das ist ein Beitrag für #28daysofblogging

Im Rahmen dieser Challenge habe ich bereits folgende Beiträge veröffentlicht:

Zur Blog-Übersicht klicke hier

Tag 1 Intro zu der Challenge

Tag 2 Meine Top 3 Team Aktionen im Winter – Teil 1 Iglu-Bau

Tag 3 Meine Top 3 Team Aktionen im Winter – Teil 2 Eisskulpturen

Tag 4 Meine Top 3 Team Aktionen im Winter – Teil 3 Schneeschuhwandern

Tag 5 BarCamp Hallo Zukunft – Frauen in der Wirtschaft 4.0 – mein Erfahrungsbericht

Tag 6 ein Übungstipp für Seminare – das Systemische Dreieck

Tag 7 Die Pomodoro-Technik – Ein Tipp für das Zeitmanagement

Tag 8 Glück entsteht … – eine Gehmeditation in der Natur

Tag 9 Impressionen an Tag 9

Tag 10 Teamentwicklung outdoor – mehr als nur ein Event

Tag 11 Übungstipp: das Lügen-Wappen

Tag 12 Vertrauen im Team

Tag 13 Vertrauen im Team aufbauen – aktive Übungstipps

Tag 14 Worauf man locker 40 Tage lang verzichten kann – Modernes Fasten

Tag 15 Zeit für Gehirnjogging – 3 active breaks

Tag 16 eine Pause für die Achtsamkeit

Tag 17 Achtsamkeit – eine Betrachtung

Tag 18 Den Alltag integrieren – leichte Übungen für mehr Achtsamkeit

Tag 19 Film und App Empfehlungen zum Thema Achtsamkeit

Tag 20 Buchempfehlung Die Stille Revolution

Tag 21 Positive Psychologie, eine Blogempfehlung

 

 

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